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CREATIO CORONAE

Ab dem 21.05.2022 präsentiert der Kunstraum Traube
aktuelle Werke der Weberin Kathleen Fritz.

Creatio Coronae

Nach über zwei Jahren pandemiebedingter Einschränkung präsentiert die Weberin Kathleen Fritz künstlerische wie alltagstaugliche Werke aus ihrer Webwerkstatt. Wie der Titel der Ausstellung schon vermuten lässt, zeigt die Künstlerin Kreationen, die in der Zeit der Corona-Pandemie entstanden sind.    
Die Zeit der Isolation hat auch die Weberin stark geprägt. Der für jeden Menschen selbstverständlich anmutende unmittelbare Kontakt mit seinen Mitmenschen fiel abrupt weg, womit es für die Künstlerin auch keine Möglichkeiten gab, ihre Werke bei Ausstellungen und Märkten zu präsentieren. Was blieb, war der virtuelle Austausch mit Menschen auf der ganzen Welt. Dies und die reichlich vorhandene Zeit nutzte die Weberin, um  neue Techniken zu erlernen, sowohl in der Weberei als auch in der Gestaltung.

Eine der großen Herausforderungen für die erfahrene Weberin war das Weben mit dem Rückenbandwebstuhl (englisch: backstrap loom), ein traditionelles Webgerät indigener Völker, das eigentlich nur aus Stäben und Schnüren besteht. Das Weben mit diesem „einfachen“ Webgerät erfordert ein hohes Maß an Vorstellungsvermögen von Farbe und Form, an Kunstfertigkeit, sowie an Konzentration. In der Ausstellung dokumentieren vier Tischbänder, von denen jedes einen Ausschnitt der Vielfalt altüberlieferter Muster aus Lettland zeigt, die Ergebnisse dieser faszinierenden Webtechnik.
Ein weiteres Wagnis war das bildnerische Weben. Daran gewöhnt, Gebrauchsgewebe herzustellen, die eine ihr bekannte Art des Entwerfens erfordern, musste Kathleen Fritz bei der Vorbereitung neuer Projekte angestammte Bahnen verlassen. Sie lernte zu zeichnen, wofür sie sich autodidaktisch entsprechende Kenntnisse aneignete. In der Ausstellung zeigt sie großformatige Transparentgewebe, die an Bleistiftzeichnungen erinnern. Die gewebten Bilder nehmen den Betrachter mit auf Reisen – in ferne Länder, in ein Traumland oder einfach um die nächste Hausecke.
Außerdem erwartet die Besucher eine kleine Auswahl an Werken mit hohem Gebrauchswert. Diese „Kunst zum Anfassen und zum Tragen“  dient dazu, den Alltag zu verschönern, bzw. die Kleidung mit ausgefallenen Details zu bereichern.

Die Ausstellung ist zu sehen vom 21.05. – 12.06.2022 im Kunstraum Traube in der Nieder-Ramstädter Straße 28 in Mühtal – Traisa. Eröffnet wird sie am Freitag, dem 20.05.2022 um 19:00 Uhr mit einer Vernissage und abgeschlossen am 12.06.2022 um 17:00 Uhr mit einer Finissage, bei denen die Künstlerin jeweils anwesend ist.

Die weiteren Öffnungszeiten sind jeweils sonntags von 14:00 – 17:00 Uhr, sowie nach Vereinbarung. Nutzen Sie hierzu bitte das Kontaktformular auf Kathleen Fritz’ Website www.kathleen-fritz.de . Auch eine telefonische Vereinbarung unter 06164/ 623797 bzw. 0160 9330 9810 ist möglich. Für Besichtigungen gelten die aktuellen Corona-Richtlinien.

         

Ausstellung Mask Behrens

Die Ausstellung wurde verlängert, und endet nun am 16.07.2021 mit einer Finissage. ab 19 Uhr findet ein Künstlergespräch mit Eva Weingärtner und Marc Behrens statt.

Bitte beachten Sie die zu diesem Zeitpunkt gültigen Corona Regeln.

Als 2020 im dritten Dürrejahr riesige Waldgebiete von Schädlingen befallen und gerodet sind, postiert sich Marc Behrens als „Yellow Pink Mask“ mitten auf einer Rodungsfläche. Der ansonsten nackte und verletzliche Körper des Künstlers setzt sich der Bodenerosion aus. Vielleicht lässt sich der zerstörte Zusammenhalt von Pilzmycel-Netzwerken und ihren Partnerpflanzen erahnen. Durch die Maskierung ermächtigt und geschützt, macht Behrens den performativen Moment in der Fotografie zum Kunstwerk. Zum Ritual, um in der Realität handlungsfähig zu bleiben.

„Mask Behrens“ beginnt schon 2013 mit einer kleinen, selbstgefertigten Burqa für die Performance „Clould“, die zuletzt 2019 aufgeführt wird. Es geht um die Verbindung von Vielfliegerei und den übernatürlichen Wesen, die vermeintlich in den Wolken leben, oder deren Körperteile und -säfte die Wolken angeblich erst erzeugen – so wie das zerstückelte Gehirn des Riesen Ymir. Als der Flugverkehr weitgehend ausbleibt und Parties in versteckten Höhlen plötzlich illegal werden, ergeben sich für Behrens neue Wandlungen des Maskenthemas. Die „Big Folder Mask“ spielt mit dem Bild des Angeklagten, der sich vor Gericht mit einem Aktenordner vor der Presse verbirgt. Marc Behrens stattdessen turnt maskiert durch wolkenmarmorierte Archivpappe und Heftmechanik in Anzug und Krawatte auf einem raumfüllenden Stahlregal. Durch einen Greiflochring in der Maske trifft sein Blick die Betrachter.

Das Projekt „Mask Behrens“ und der gleichnamige, beim KANN-Verlag (Frankfurt am Main) erscheinende Katalog sind gefördert durch ein Projektstipendium der Hessischen Kulturstiftung.

Raum 2
Raum 1

Vernissage Mask Behrens am 16. April 2021, 19 Uhr

Aufgrund der aktuellen Corona-Maßnahmen findet die Vernissage als Online-Event über Zoom statt. Marc Behrens und Volkmar Hoppe führen durch die Ausstellung.
https://us02web.zoom.us/j/88485911802?pwd=bGJ0K2UrS0x0SFpmdjlwVk51R3E1UT09 

Ausstellung Mask Behrens 17. April – 16. Juli 2021
Vernissage am 16. April 2021 ab 19 Uhr

Unsere zweite Ausstellung „Mask Behrens“ zeigt Fotografien und Objekte des Offenbacher Künstlers Marc Behrens.

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